Die Liebe feiern – das können Menschen mit einem guten Essen tun, mit guten Gesprächen, mit Erinnerungen an ihr ganz persönliches Kennenlernen, mit dazu passender Musik, mit Gedichten, Liedern und Geschichten, in denen sich jeder und jede ein Stück weit wiederfinden kann. Die Wilhelmskirche bot an diesem Abend den Raum und die Zeit dazu. Das wunderbare Essen, von zwei Köchen des Bad Nauheimer Vereins der Köche zubereitet und von neun jugendlichen Helferinnen aus der Gemeinde serviert, wurde umrahmt von Klaviermusik, die Frank Scheffler zu Gehör brachte. Zwischen den Gängen trugen Susanne und Friedhelm Pieper nachdenkliche und anregende Texte vor. Rojin Hirbod und Ursula Starke sangen von der Liebe und luden die Anwesenden immer wieder zum Mitsingen ein.
„Ist es Recht, die Liebe zu feiern in Zeiten wie diesen?“, fragte Susanne Pieper in Anspielung auf das Elend in der Welt. Ihre Antwort: „Ja, weil wir überzeugt sind, dass Paare eine gemeinsame Zeit und einen gemeinsamen Raum brauchen für ihre Partnerschaft. Ja, weil wir überzeugt sind, dass Gottes Segen darauf liegt an jedem neuen Tag. Und ja, weil wir Quellen des Glücks benötigen, gerade um uns dann auch wieder der anderen Seite unserer Welt zu stellen.“
Der Beifall für die Köche und die vielen Helfer am Ende des Abends zeigte: Die Paare, die gekommen waren, hatten einen wunderbaren Abend verbracht und gingen gestärkt in die Nacht hinaus. Unter ihnen war so mancher, der an diesem Abend zum ersten Mal seit langem wieder Kontakt zu der Kirchengemeinde hatte, die doch auch die seine oder ihre ist. Und vielleicht hat sich mancher auch von Gottes Geist, der ja ein Geist der Liebe ist, ansprechen lassen. Und so war es nicht nur ein gelungener Abend für 30 Paare, sondern auch ein erfolgreicher Abend für die Bad Nauheimer Kirchengemeinde.
Axel D. Angermann